Konzept:::
Wir bilden einen Raum aus Schichten. Wie Jahresringe im Holz sind die Erfahrungen und Gefühle des Menschen in den Schichten des Seelengedächtnisses gespeichert. Obwohl wir uns mit der Lamellen-Hülle auf eine einzige Form- und Materialsprache (Holz) reduzieren, ergeben sich verschiedene Raumausrichtungen: eine immateriell hell hinterleuchtete Seite am einen Ende der Längsachse und die gegenüberliegende Seite mit Blick auf eine roh belassene Wand, sowie die Ein- und Durchblicke in alle Schichten des Raumes und partiell auch in das Foyer und die Außenwelt. Nicht nur das „hier“ und „dort“ sondern zahlreiche Nuancen des Seins sind angesprochen.
In der Bewegung durch den Raum erfährt der Besucher diese wechselnden Bilder, bis er seinen Ort gefunden hat, an dem er innehalten möchte. Ein Raum-Kokon, der mit seinen sich entfaltenden räumlichen und auch bildlichen Reizen das Besinnen unterstützt.
Der Raum der Stille ist Behausung und Umgrenzung einerseits, aber auch ein imaginär unbegrenzter Ort der Erinnerung oder der Sehnsucht.
Lichtkonzept:::
Die Lamellenstruktur filtert das Tageslicht und gestaltet dadurch im Raum eine introvertierte, ruhige Raumatmosphäre.
Die eine Stirnseite des Raumes wird komplett als leuchtende Fläche ausgebildet. Die Wand wird mit einem transluzenten Textil bespannt und hinterleuchtet. Dies verleiht dem Raum eine grenzenlose Offenheit.
Dem Lichtfeld gegenüber steht eine geschlossene, dichte, gemauerte Wand. Sie setzt dem Raum Grenzen. Diese Steinwand wird durch Licht von unten und den Seiten akzentuiert.