Konzeptionelle und städtebauliche Grundidee::: Das Jugendwohnheim soll sich in seiner Gestalt und seiner Nutzung möglichst in das vorhandene Wohnumfeld integrieren. Im Bebauungsplan von 1999 wird ein langestreckter, Nord-Süd ausgerichteter Baukörper vorgegeben, der durch seine Firstrichtung und Länge ein Volumen erzeugen würde, das dem angestrebten kleinteiligen Wohncharakter entgegenwirkt.
Unsere Konzeption sieht vor, das baulich notwendige Volumen zu partitionieren, durch kleine Vor- und Rücksprünge zu gliedern und mit einer differenzierten Dachlandschaft abzuschließen. Durch die Drehung der Firstrichtung entspricht die Ausrichtung der gesamten Firstrichtung der in den 20-er Jahren von Ernst-May konzipierten Siedlung. Das Haus des Wohnheims soll sich dadurch in die Siedlungswohnhäuser eingliedern und somit ebenfalls als Wohnhaus - Gruppe in Erscheinung treten.
Unser Konzept sieht in der straßenseitigen Wahrnehmung drei eng zusammenstehende Häuser vor, wobei das mittlere einen Doppelgiebel aufweist. Die Ost-West Anordnung erlaubt eine für Wohnzwecke angenehme Belichtung und Besonnung der Räume. Innenliegende Atrien im Dachgeschoss ermöglichen jeder Wohngruppe ungefährdete, geschützte Räume an der Frischluft.