Städtebau ::: Die neue Kirche bildet den räumlichen und ideellen Mittelpunkt des Pfarrzentrums. Alle weiteren Gebäude gruppieren sich in freier Ordnung wie Satelliten um diese Mitte. Der gesamte Kirchengrund ist mit einer Mauer umfriedet. Die Kirche ist bewußt einfach und zurückhaltend in ihrer Außenwirkung. Die neutrale Form steht im überraschenden Kontrast zur inneren Geometrie.
Eingang ::: Der Weg in den Kirchenraum besteht aus der Abfolge von Vorplatz, Vorhalle, Durchgang und Innenraum. Diese Raumsequenzen folgen einer bewußten Inszenierung: Hoch-Niedrig, Eng-Weit, Hell-Dunkel. Das Eingangsportal besteht aus einem mit Kupferblech belegten Drehflügel, der ständig offen stehen sollte.
Raumbewegung ::: Die Raumgeometrie erzeugt bewußt eine spannungsvolle Ambivalenz zwischen Längsausrichtung (Wegkirche) und Zentrierung (Raumkirche). Die Inkongruenz der ovalen Deckenlinie und der freien Geometrie des Grundrisses versetzt die Wandfläche in eine leichte Rotationsbewegung und unterstützt so die Entfaltung von Bewegung im Raum.
Licht ::: Die Decke aus abgehängtem mattiertem Glasfasergewebe scheint über dem Raum zu schweben und filtert das einfallende Licht aus dem Dachraum. Über die Konchen fällt akzentuierendes Licht in das Kircheninnere. Unterstützt durch die Dachgeometrie entsteht eine facettenreiche Lichtführung, die die Raumwirkung unterstützt.