24 hourspace ::: Die Erfahrung von Raum und die Erfahrung von Zeit sind eng miteinander verwoben. Architektonischer Raum ist primär in der Bewegung, also in einer zeitlichen Sequenz, erfahrbar. Diese untrennbare Kopplung von Zeit und Raum gibt Anlass zu Spekulationen und ist die Grundlage unserer Untersuchung.
Kann es einen 24stundenraum geben - also einen denkbaren architektonischen Raum, der in Bewegung ist oder der als solcher zeitlich wahrgenommen wird? Kann Architektur in phänomenologischer Sicht beweglich sein und sich weniger durch Permanenz und Immobilität auszeichnen? Ist es darüber hinaus möglich, diese phänomenologische Wahrnehmung von Zeitraum in physischen Modellen darzustellen? Können Architekten mit ihren Mitteln Dinge ausdrücken, die scheinbar Schriftstellern, Filmemachern oder bildenden Künstlern vorbehalten sind? Ein Experiment lohnt sich nur dann, wenn dessen Ausgang nicht vorhersagen kann.
Wir wollen den Versuch wagen.